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Milchbrot für Ostern

Ostern steht vor der Tür und der Oster-Brunch will gut geplant sein! Und was wäre ein Osterbrunch ohne leckeres Milchbrot in passender Form?! Ich hab ein super einfaches Rezept für euch!

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Nachdem am Ostersonntag ohnehin noch genug andere Dinge zu erledigen sind, bevor die Gäste zum Brunch eintreffen, ist es immer gut, wenn man so viel wie möglich schon am Vortag erledigen kann. So mach ich das zum Beispiel mit meinem Milchbrot. Ich richte alles kalt am Vorabend an und lasse den Teig über Nacht im Kühlschrank gehen. Am nächsten Tag einfach nur noch die Teiglinge formen, mit Milch bestreichen und ab damit in den Ofen! Klingt super einfach? Ist es auch 🙂

Die richtige Form eures österlichen Milchbrotes

Eurer Phantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt was die Form eurer Milchbrötchen betrifft:

  • ein Ei: das ist zwar super einfach, allerdings wird es eventuell nicht als solches erkannt, sondern nur als ovales Etwas…
  • ein geflochtener Kranz: der ist gar nicht schwer, vorausgesetzt man kann flechten. Ist übrigens ein perfekter Eierbecher 🙂
  • ein einfaches Häschen: ihr macht eine Kugel mit ca. 2 cm Durchmesser und eine ca. 15 cm lange gleichmäßig auf 2 cm ausgerollte Wurst. Die Kugel legt ihr an die Mitte der Wurst und dann klappt ihr die beiden Enden nach oben und dreht den rechten Strang nach links und den Linken nach rechts. Dann habt ihr ein Häschen mit Ohren!
  • ein PROFI Häschen: da braucht man schon etwas mehr Übung. Formt eine Kugel mit ca. 2 cm Durchmesser – das ist der Bommel. Als nächstes schneidet ihr ein ca. 4 cm langes und 2 cm dickes Teigstück ungefähr bis zur Hälfte ein und trennt die Enden etwas von einander. Das ist der Kopf mit den Ohren. Für den Körper nehmt ihr wieder eine ca. 15 cm lange und 2 cm dicke Wurst, rollt die dann ein wie eine Schnecke und schneidet die Enden etwas auf (quasi für die Beinchen). Noch alles zusammenfügen und voilà – da hoppelt schon ein liebes Häschen dahin!

Ich wünsch euch gutes Gelingen, viel Spaß beim Backen und einen leckeren Osterbrunch,

eure Dea

Milchbrot für Ostern

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Cooking Time: 20 Minuten Total Time: 1 Stunde 40 Minuten

Ingredients

  • 630g Dinkelmehl
  • 250g lauwarme Milch
  • 110g Getreidezucker
  • 100g warme Butter
  • 1 Würfel frischer Germ
  • 7g Salz
  • Zum Bestreichen: 1 Ei

Instructions

1

Alle Zutaten zusammen in eine Rührschüssel geben und mit dem Knethaken alles gut vermengen, bis ein homogener Teig entstanden ist.

2

Anschließend zugedeckt und ohne Luftzug für etwa 1 Stunde an einen warmen Ort stellen - die Menge sollte sich verdoppelt haben.

3

Denk Backofen auf 175° Heißluft vorheizen.

4

Nach Belieben in die richtige Form bringen: ein geflochtener Kranz, ein Häschen, ein Vöglein, ein Ei (das ist vielleicht am leichtesten zum Formen ;)) - lasst eurer Phantasie freien Lauf!

5

Mit einem verquirlten Ei bestreichen und für etwa 20 Minuten auf mittlerer Schiene backen (das kommt ein bisschen auf die Größe eurer Häschen an).

Notes

Mein Geheimtipp: ich mische alles immer kalt an und stelle dann den Teig über Nacht in den Kühlschrank. Die langsame Gehzeit macht das Gebäck dann noch verträglicher UND es ist nicht so viel Arbeit auf einmal 🙂

Aufstrich backen Brot Brötchen Buchweizen Buskuit Dessert Dinkelmehl einfach zubereitet Fructose fructosearm fructosefei fructosefre fructosefrei Fructoseintoleranz Fructosemalabsorption Frühstück Germteig Grillen Hauptspeise italienisch Kekse Laktose Muttertag Mürbteig Nachspeise Picknick Rhabarber Rührteig schnell Snack sorbit Spargel Süßes Tarte Tartelette Vanille vegetarisch Vorspeise Weckerl Weihnachten Weihnachtskekse Zitrone

Allgemein/ Nachspeise/ Saisonales/ Snack

Nervenkekse nach Hildegard von Bingen

Kekse gegen den Weihnachtsstress

Die energiereichen Nervenkekse nach Hildegard von Bingen sind eigentlich ein „Jahreskeks“ – ich mag sie immer, also nicht nur zu Weihnachten. Nachdem aber besonders vor Weihnachten oft mal die Nerven blank liegen (Mir fehlen noch die letzten Geschenke! Was soll ich an Weihnachten nur kochen? Puh der Chef nervt auch noch, ich kann ja nicht zaubern… Wer kennt das nicht?), sind sie besonders in dieser Zeit ein guttuendes Häppchen, das alles ein bisschen besser macht. Den Stress hat man trotzdem, nur hält man ihn mit einem leckeren Keks im Bauch besser aus 😉

Super leicht gemacht

Das Rezept ist wirklich ganz einfach. Ihr braucht dafür nur 4 Grundzutaten: Dinkelmehl, Butter, fructosefreien Zucker und ein Keksgewürz. Wer mag auch noch ein bisschen Vanillezucker dazu geben (ich nehm den von Frunix). Ich habe dieses Gewürz genommen, und die Kekse somit original „hildegardig“ gemacht 😉 Wenn ihr die Kekse noch veganisieren wollt, dann nehmt einfach Margarine statt Butter. Eier sind da nicht drin, also braucht ihr dafür keinen Ersatz.

Ich wünsch euch eine schöne Zeit mit euren Liebsten und viel Spaß beim Nachbacken,

Eure Dea

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Prep Time: 10 Minuten + 1 Stunde kühlen Cooking Time: 10 Minuten

Ingredients

  • 180 g Dinkelmehl
  • 120 g Butter
  • 50 g Maiszucker von Frunix
  • 2,5 TL Gewürz
  • 0,5 TL Vanillezucker von Frunix

Instructions

1

Alle Zutaten zu einem Mürbteig vermischen, bis eine homogene Masse entstanden ist.

2

Mindestens 1 Stunde, am besten über Nacht, den Teig in den Kühlschrank stellen.

3

Den Backofen auf 180°C Heißluft aufheizen.

4

Teig ausrollen und Kekse ausstechen.

5

Für ca. 10 Minuten backen. Am Backpapier auskühlen lassen und erst dann runter nehmen.

6

Nach Belieben verzieren und dann ganz entspannt genießen 😉

Aufstrich backen Brot Brötchen Buchweizen Buskuit Dessert Dinkelmehl einfach zubereitet Fructose fructosearm fructosefei fructosefre fructosefrei Fructoseintoleranz Fructosemalabsorption Frühstück Germteig Grillen Hauptspeise italienisch Kekse Laktose Muttertag Mürbteig Nachspeise Picknick Rhabarber Rührteig schnell Snack sorbit Spargel Süßes Tarte Tartelette Vanille vegetarisch Vorspeise Weckerl Weihnachten Weihnachtskekse Zitrone

Allgemein/ Snack

Müsliriegel

Ein kleiner Booster für zwischendurch

Herbstzeit ist Wanderzeit! Und was braucht man beim Wandern? Richtig: Energie! Meine leckeren Müsliriegel geben euch den nötigen Schub, wenn ihr mal nicht weiter könnt – nicht nur beim Sport sondern auch wenn’s in der Schule oder Uni mal knifflig wird.

Schnelle Energie

Die leckeren Müsliriegel gehen ratzfatz und sind denkbar einfach. Ihr könnt sie ganz nach Vorlieben, Verträglichkeit und Verfügbarkeit variieren. Das Rezept habe ich „improvisiert“ mit Zutaten, die ich alle zu Hause hatte. Die Himbeeren könnten für manche zum Problem werden, deswegen könnt ihr sie einfach weglassen oder z.B. durch getrocknete Bananen ersetzen.

Galgant als Allheilmittel

In letzter Zeit habe ich mich etwas mehr mit der Lehre der Hildegard von Bingen auseinandergesetzt und dabei bin ich auf das Allheilmittel Galgant gestoßen. Es ist ein Ingwergewächs, das so ziemlich gegen alles hilft. Bei Schwindel, Schwäche, Schmerz – Galgant hilft auch für’s Herz. Dichterin wird keine mehr aus mir, aber so kann ich mir die Einsatzgebiete leichter merken 😉 Ich verwende ihn inzwischen fast bei jedem Gericht, denn man kann ihn sowohl süß, als auch herzhaft verarbeiten. Ich kaufe das Galgantpulver beim Kräuterdealer meines Vertrauens, nämlich bei Sonnentor. Egal, wo ihr euren Galgant herbekommt – schaut bitte auf eine gute Qualität. So und jetzt ab in die Küche!

Energische Grüße schickt euch,

Eure Dea

Müsliriegel

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Serves: 12
Prep Time: 15 Minuten Cooking Time: 10 Minuten Total Time: 25 Minuten

Ingredients

  • 110g Dinkelflocken
  • 15g Haferflocken
  • 10g ungesüßte Cornflakes
  • 10g Buchweizen, gepoppt (alternativ Amaranth gepoppt)
  • 15g Sonnenblumenkerne
  • 10g Kokoschips (oder Kokosflocken)
  • 10g Chiasamen
  • 20g Mandeln, gehackt
  • 15g Cashews, gehackt
  • 110g Reissirup
  • 40g Kokosöl
  • 1g gefriergetrocknete Himbeeren (je nach Geschmack oder Verträglichkeit)
  • 1/2TL Zimt
  • 1/2TL Galgant gemahlen

Instructions

1

Das Backrohr auf 170°C Heißluft vorheizen.

2

Alle trockenen Zutaten gut vermischen.

3

Den Reissirup und das Kokosöl vorsichtig erwärmen bis das Kokosöl geschmolzen ist.

4

Unter Rühren das Sirup-Öl-Gemisch beimengen und anschließend auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech eine 1,5cm dicke Schicht auftragen. Diese sollte schön gleichmäßig und kompakt sein (sonst bröseln euch die Riegel später auseinander) und eine rechteckige Form haben.

5

Für 15-20 Minuten backen und noch heiß in Riegel schneiden.

Notes

Ihr könnt die Samen und Nüsse nach Belieben variieren, ebenso wie die Gewürze.

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Dinkel Pizzaschnecken

Es ist Snack-Time!!!

Habt ihr auch keine Lust auf Kochen im Sommer? Wenn die Temperaturen so hoch sind, esse ich gerne etwas Kaltes, am Besten am See. Ideal zum Snacken sind da meine Dinkel Pizzaschnecken. Man kann sie warm oder kalt essen und sie sind sowohl bei Kindern, als auch bei Erwachsenen beliebt.

Wie bitte? Ketchup als Pizzasauce?!?

Ja, ich weiß. Ketchup isst man normalerweise nur zu Pommes oder Würstchen. Nur Banausen geben Ketchup auch über Nudeln oder machen andere verrückte Essenskreationen. Dieser Meinung war ich auch immer. Seit ich von meiner FI weiß, habe ich laaange Zeit auf Gerichte mit Tomaten verzichtet – oder ganz bewusst gegessen und danach dafür gebüßt. Jetzt habe ich allerdings einen Versuch gewagt und das fructosefreie Ketchup von Frusano probiert. Fazit: lecker und gut verträglich! Gewürzt habe ich meine Pizzasauce mit der Italienischen Kräutermischung von Sonnentor. Für die Verlinkung bekomme ich übrigens nichts, das mache ich nur, weil ich von den Marken bzw. Produkten überzeugt bin.

Rein kommt, was lecker ist

Die Pizzaschneckenfülle mit Oliven ist natürlich nur ein Vorschlag von mir. Ihr könnt sie selbstverständlich noch mit Champignons, Salami, Schinken oder anderen leckeren Variationen bestücken – ganz wonach euch der Pizzahunger steht.

Wie bei den meisten Rezepten mit Germteig habe ich übrigens auch hier den Teig über Nacht gehen lassen, das funktioniert super! An eurer Stelle würde ich übrigens wie im Rezept den Käse drüber geben und nicht so wie ich im Kühlschrank lassen. Da nützt er nämlich nichts 😉

Buon appetito ihr Lieben,

Eure Dea

Dinkel Pizzaschnecken

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Cooking Time: 10-15 Minuten Total Time: 1 Stunde 15 Minuten

Ingredients

  • Pizzateig
  • 500g Dinkelmehl
  • 250ml lauwarmes Wasser
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 1 TL Salz
  • 1 TL fructosefreier Zucker
  • 2 EL Olivenöl
  • Füllung
  • 150g Tomatenketchup von Frusano
  • 1EL Italienische Gewürzmischung von Sonnentor
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Chili
  • Ein paar zerhackte Oliven
  • 1 Packung geriebener Mozzarella

Instructions

1

Für den Teig einfach alle Zutaten gut miteinander verkneten und an einem warmen Ort für eine halbe Stunde bis Stunde gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat.

2

Für die Sauce, ebenso alle Zutaten bis auf den Käse und die Oliven vermischen.

3

Backrohr auf 220 Grad Heißluft aufheizen.

4

Sobald der Teig fertig aufgegangen ist, diesen auf einer bemehlten Arbeitsfläche rechteckig ausrollen und die Sauce darauf verteilen. Dann die gehackten Oliven darauf geben und eventuell noch anderen Pizzabelag wie z. B. Gemüse oder Salami drüber verstreuen.

5

Anschließend über die lange Seite einrollen und in etwa 2-3cm breite Stücke abschneiden. Mit der offenen Fläche auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben, Käse darüber verstreuen und für etwa 10-15 Minuten backen.

Notes

Ich lasse den Teig immer über Nacht im Kühlschrank gehen. Beim Pizzabelag könnt ihr übrigens eurer Phantasie und eurem Guster vollen Lauf lassen!

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Intolerant oder nicht? – Das ist hier die Frage

Fructoseintoleranz

Fructoseintoleranz vs. Fructosemalabsorption

Wenn wir von Fructoseintoleranz reden, meinen wir in Wirklichkeit meistens Fructosemalabsorption. Der Unterschied ist, dass man bei einer echten Fructoseintoleranz wirklich streng auf Fructose verzichten muss, sein Leben lang. Denn das ist eine angeborene Stoffwechselstörung, die nicht heilbar ist. Diese Form ist aber wirklich selten. Die Fructosemalabsorption dagegen ist eine gestörte Aufnahmefähigkeit von Fructose. Der Begriff selbst spricht für sich: Fructose – Fruchtzucker + mal – schlecht + Absorption – Aufnahme = „Fruchtzuckerschlechtaufnahme„. Die gute Nachricht: das muss nicht für immer sein. Das Wort Fructoseintoleranz ist ja schon etwas unschön – aber Fructosemalabsorption toppt das nochmal (sagt das mal ganz schnell dreimal hintereinander!). Um es Fructoseleidenden leichter zu machen, wird deswegen gängigerweise der Terminus Intoleranz für beides verwendet. So mache ich das übrigens auch, ich meine damit aber in Wirklichkeit die Malabsorption.

Was ist das jetzt eigentlich genau und was passiert da (oder auch nicht) im Körper?

Eine Ernährungsberaterin hat es mir wie folgt erklärt. Unser Körper kann nur Monosaccharide aufnehmen, also einzelne Zuckermoleküle. Fast alle Zuckerarten sind allerdings mehrkettig (sogenannte Di-, Poly- oder Oligosaccharide). Die Aufspaltung sollte im Optimalfall im Dünndarm passieren, bevor die Moleküle in den Dickdarm kommen. Kommt fruchtzuckerhaltiges Essen in den Darm, wird bei Normalos alles an Kraft mobilisiert, um den Zucker aufspalten zu können. Sogenannte GLUT-5-Transporter sind dafür zuständig, dass die Mehrfachzuckermoleküle dort hinkommen, wo sie zu Monosacchariden abgebaut werden können. Soweit der Plan. Allerdings sind intolerante Därme weniger aufgeschlossen gegenüber mehrkettigen Zuckermolekülen und sagen dann: MOOOOOOMENT mal. Wir reden da auch noch ein Wörtchen mit. Diesen Fruchtzucker wollen wir hier nicht, deswegen schicken wir auch sicher keine Transporter. Also weiter mit dem Zeugs! Die GLUT-5-Transporter sind bei Fructosemalabsorption sehr träge und machen ihre Arbeit nicht. Wenn dann der Essensbrei mit unaufgespaltetem Zucker weitergeschickt wird in den Dickdarm, spielt die Flora dort nicht mehr mit, weil sie vollkommen überfordert ist. Sie macht dann verrückte Sachen und vergärt den Fruchtzucker zu Wasserstoff, Kohlendioxid und Methan. Mhm genau, Methan kennen wir von Pupsen bei Kühen, die damit ihren Beitrag zur Klimaerwärmung bringen. Der Dickdarm ist dermaßen überfordert, dass er sagt: Alles durch, wir müssen das Ganze schnellstmöglich loswerden. Ihr könnt also schon die Auswirkungen und somit die Symptome erraten:

  • (sehr!) laute Darmgeräusche, also Bauchgrummeln
  • Schmerzen und Krämpfe bis hin zu Choliken (einmal wollte ich wirklich schon fast ins Krankenhaus, weil ich vor lauter Schmerzen schon nichts mehr gesehen habe und mir so schwindlig war)
  • Blähungen, aufgeblähter Bauch
  • Durchfall (ich nenne das „escalazione grande“)
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Schwindelgefühl
  • Müdigkeit, Mattheit

Das muss aber nicht alles sofort passieren. Bei mir dauert es manchmal einen ganzen Tag bis zur Eskalation. Ist ziemlich fies, man weiß dann nämlich nicht immer, woran es gelegen hat… Wie so oft im Leben gilt übrigens bei der Fructosemalabsorption auch: Die Dosis macht das Gift. Ein bisschen geht also schon. Und dauerhaft absolut auf Fructose verzichten ist übrigens auch nicht gut. Aber mehr dazu später.

Wo ist überall Fruchtzucker drin? Und welcher Zucker geht eigentlich?

Fruchtzucker bzw. Zuckerarten die für Fructoseintolerante nicht verträglich ist, ist gefühlt überall drin. Der normale Haushaltszucker, also Kristallzucker besteht zur Hälfte aus Fructose und Glucose (Glucose ist Einfachzucker, der geht für uns schon!). Damit fallen schon mal extrem viele leckere Sachen weg, vor allem auch Kuchen und andere süße Backwaren. Sämtliche Zuckerersatzstoffe und alternative Süßungsmittel wie Xylit, Erythrit, Agavendicksaft, Maltit, Sorbit, Kokosblütenzucker, Honig und Ahornsirup sind tabu. Sehr wohl gehen aber unter anderem Glucose (Traubenzucker), Getreidezucker, Lactose (die aber bitte mit Vorsicht genießen), Malzzucker, Reissirup und Dinkelsirup. Manche sagen, Stevia oder Birkenzucker wären verträglich, aber das muss jeder für sich selbst herausfinden. Da Birkenzucker abführend wirkt, ist er für mich zum Beispiel keine brauchbare Alternative. Ich habe immer Traubenzucker, Getreidezucker und Reissirup zu Hause. Traubenzucker bekommt ihr übrigens in Drogeriemärkten und in Supermärkten wie Spar, Billa un Co. Beim Reissirup muss man ein bisschen mehr Glück haben, aber den gibt es auch in den meisten der eben erwähnten Geschäften.

Andere Intoleranzen: Sorbit und Laktose

Sorbit ist Zuckeralkohol – darin steckt ja schon das Wort Zucker, klingt also gefährlich. Dieser Zuckeralkohol macht unsere Glut-5-Rezeptoren noch träger, als sie ohnehin schon sind und blockiert sie teilweise. Die Folge: Wir können den Fruchtzucker noch weniger aufnehmen und der ganze Prozess wird noch verschlimmert. Danke dafür. Deswegen geht Fructose- und Sorbitintoleranz so gut wie immer miteinander einher, ganz nach dem Motto mehr ist mehr. Sorbit wird als Zuckerersatzstoff vor allem in Light-Produkten und „zuckerfreien“ Produkten verwendet (Vorsicht bei der Nummer E420). Es kommt aber auch natürlich vor und zwar in Obst und Gemüse. Beim Einkauf solltet ihr also einen Quercheck auf Fructose- UND Sorbitgehalt machen.

Die Laktose kennen die meisten Menschen schon. Das ist der sogenannte Milchzucker (schon wieder Zucker!). Nein, ich will euch jetzt nicht sagen, dass ich und alle Kompanen automatisch auch laktoseintolerant sind. Aber ich muss an dieser Stelle schon erwähnen, dass es oft besser ist, wenn man sich laktosefrei ernährt – vor allem am Anfang. Ich selbst mache das aber nicht ,oder zumindest nicht bewusst. Ich versuche allerdings schon neue Sachen auszuprobieren wie Pflanzenmilch, etc. Ein bisschen Lebensfreude gönne ich mir trotzdem und das sind dann oft laktosehaltige Produkte. Behaltet das mit der Laktose aber bitte im Hinterkopf und findet für euch selbst heraus, was für euch am besten ist.

Die Diagnose

Für mich war es ein laaaaaaanger Weg bis zu meiner endgültigen Diagnose. Ich weiß nicht, wann genau ich die ersten Symptome hatte, eigentlich immer schon. Zum ersten Mal zum Arzt bin ich aber ungefähr 15 Jahre vor meiner Diagnose gegangen. Wir haben sehr viele teilweise sehr unangenehme Tests gemacht und ich habe einige andere Dinge für mich selbst ausprobiert, dann aber wieder verworfen. Dabei gab es zwischendurch immer Hochs und Tiefs. Als ich beschloss, dass ich eine mehrmonatige Reise nach Lateinamerika mache und mir somit meinen großen Traum erfülle, wusste ich auch gleichzeitig, dass ich bis zum Antritt meiner Reise wissen muss, was los ist. Ich war der fixen Meinung, dass ich keine Fructoseintoleranz haben kann, weswegen es auch so lange gedauert hat, bis ich es wirklich getestet habe.

Wenn man herausfinden möchte ob man eine Intoleranz hat, kann man das entweder im Selbsttest herausfinden, indem man mal alle Produkte mit dem befürchteten Intoleranzstoff weglässt. Geht es einem dann besser, ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass man den jeweiligen Inhaltsstoff nicht verträgt. Wer aber auf Nummer sicher gehen will, der macht einen sogenannten H2-Atemtest. Ich habe euch ja oben schon erklärt, dass der Dickdarm nicht mehr arbeitsfähig ist, wenn er die Zuckermoleküle nicht einzeln sondern noch mehrkettig bekommt. Da produziert er unter anderem Wasserstoff (also H2). Dieser geht dann ins Blut über und wird über den Atem wieder aus dem Körper rausbefördert. Bei einer Testung bekommt man einen Fructosekillershot zu trinken, also viiiiiel Fructose. Wenn dann große Mengen an H2 in der Atemluft sind, hat man den Beweis, dass man die Fructose nicht ordentlich abbauen kann. Diesen Test gibt es in dieser Form auch noch für Sorbit und Lactose. Ich würde auf jeden Fall empfehlen, alle drei Tests zu machen. Es ist leider etwas aufwendig, weil man die Testungen natürlich einzeln machen muss und sich ein paar Tage davor speziell ernähren muss, aber es ist diesen Aufwand definitiv wert. Ich würde jetzt gerne sagen, es ist nicht so schlimm, weil’s nicht weh tut (ich kann euch sagen eine Magen- oder Darmspiegelung ist wesentlich unangenehmer!), aber anlügen möchte ich euch nicht. Bei meinem Fructosetest ging ich leider danach in die Arbeit und mir ist es richtig schlecht gegangen mit escalazione, Schwindel, Übelkeit, starke Bauchkrämpfe – das volle Programm also. Aber ich hatte definitiv Klarheit, was eine große Erleichterung war.

Karenzphase und Testphase

Wenn man schließlich und endlich Gewissheit hat, muss man am Anfang eine zweiwöchige Karenzphase einhalten. Das bedeutet, man sollte dringend Fructose vermeiden. Es sollte eine Besserung der Symptome eintreten während dieser Karenzphase. Sobald man sich in seiner Haut wieder wohl fühlt, kann man vorsichtig verschiedene Lebensmittel testen. In dieser Testphase ist aber wichtig, dass man es nicht übertreibt. Am besten isst man vor und nach solchen Testtagen nichts weiteres Gefährliches, sonst wüsste man ja nicht, was der Auslöser war. Ein guter Anfang wären zum Beispiel Bananen. Am Anfang reicht wohl eine halbe und nehmt eine, die noch nicht allzu reif ist. Egal was ihr testet, ihr solltet es nicht auf leeren Magen und auch nicht isoliert essen. Die Banane würde beispielsweise bestens zu einem Porridge oder Joghurt passen. So kann die Fructose nämlich besser aufgenommen werden. Mit der Zeit werdet ihr merken, welche Lebensmittel gehen und welche ihr weiterhin meiden solltet. Wichtig ist, dass ihr euch von Rückschlägen nicht unterkriegen lässt. 😉

Auf keinen Fall Fructose gänzlich meiden

Ich habe es schon kurz erwähnt: bitte nicht den Fehler machen und sämtliche Fructose für immer aus eurem Leben verbannen. Ihr solltet sie auf jeden Fall großteils meiden, aber wenn ihr gar keine Fructose mehr zu euch nehmt, kann es sein, dass euer Körper dann, wenn er zufällig wieder ein kleines Bisschen abbekommt, komplett durchdreht. Also gänzlich entwöhnen ist keine gute Idee. Ganz geringe Dosen in Verbindung mit Glucose sind sogar erwünscht. Deswegen findet ihr auf meinem Blog auch teilweise Rezepte mit Früchten – manche dürfen (sollen) wir ja in geringen Maßen essen. Ihr müsst da aber bitte auf euren eigenen Körper hören, was euch gut tut.

Notfall: Wie kann ich die Symptome lindern wenn ich sie schon mal habe?

Ich habe für alle Fälle immer Traubenzucker dabei. Das hilft zwar nicht gegen Durchfall, aber vielleicht kannst du die Symptome noch rechtzeitig abfangen bzw. mildern. Wenn die escalazione grande dann schon eingetreten ist, kannst du sie entweder aussitzen (falls das möglich ist), oder du nimmst eine Durchfall-/Schmerztablette. Ich mache mir sehr gerne eine Wärmflasche und trinke viel Tee. Meine Lieblingssorten wenn’s Bäuchlein zwickt sind: Frauenmantel, Käsepappel, Schafgarbe, Ingwer, Brennessel , Zitronengras und Ringelblume. Ich habe diese Tees alle sortenrein zu Hause und mische sie mir dann so wie ich es mir denke.